Hyperurikämie

Als Hyperurikämie wird ein krankhaft erhöhter Harnsäurespiegel im Blut bezeichnet. Der Anstieg des Harnsäurespiegels kann verschiedene Ursachen haben. Häufigste Ursache ist eine verminderte Harnsäureausscheidung über die Nieren.

Aber auch Stoffwechselstörungen oder eine übermäßige Aufnahme von Purinen (Nukleinsäure, welche in tierischen Lebensmitteln in besonders hoher Konzentration vorkommt) über die Nahrung kommen als Ursachen in Betracht.

Bleibt die Hyperurikämie unbehandelt und somit der Harnsäurespiegel im Blut über einen längeren Zeitraum erhöht, kann dies eine Gichterkrankung zur Folge haben.
Durch den hohen Harnsäurespiegel bilden sich im Blut Harnsäurekristalle, die sich in den Gelenken ablagern und dort zu einer schmerzhaften Entzündung führen. Das führt zu einem plötzlich einsetzenden, schmerzhaften Gichtanfall.

Die Gicht tritt in Schüben auf und kann akut oder chronisch verlaufen. Akute Gicht äußert sich durch allgemeine Entzündungsanzeichen, wie Fieber, eine vermehrte Anzahl von weißen Blutkörperchen und in seltenen Fällen Kopfschmerzen.

Die betroffenen Gelenke sind ohne äußere Einwirkung geschwollen, heiß, gerötet und extrem schmerzhaft. Unternimmt man nichts gegen den Gichtanfall, so gehen die Symptome in der Regel nach etwa drei Tagen von selbst zurück.

Kommt es zu mehreren Anfällen, dann kann es zu einer chronischen Gicht kommen, in derenn Verlauf die betroffenen Gelenke durch Knorpelabbau allmählich zerstört werden. Der Erkrankte leidet chronisch unter häufigen Schmerzattacken und typisch deformierten Gelenken.

Durch eine purinarme Ernährung und den Einsatz geeigneter Medikamente gegen Gicht kann man den Harnsäurespiegel wieder auf ein gesundes Niveau bringen und so Gichtanfällen vorbeugen.


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