Gichtknoten

Bei einer Erkrankung an Gicht finden sich an den Sehnenansätzen oder Knorpeln in der Nähe der betroffenen Gelenke häufig so genannte Gichtknoten, auch Gichttophi oder einfach nur Tophi genannt (Einzahl: Gichttophus, Tophus). Vor allem bei chronischer Gicht, bei der es zu dauerhaften, irreversiblen Gelenkschäden und regelmäßigen Gelenkschmerzen kommt, findet man häufig Gichtknoten vor. Gichtknoten können praktisch an jedem betroffenen Gelenk auftreten, beispielsweise an den Fingergelenken oder an den Zehengelenken. Vor allem das Großzehengrundgelenk ist häufig von der so genannten Fußgicht (Podagra) betroffen und weist häufig enorme Rötungen und Schwellungen sowie Gichttophi auf.

Bei diesen Gichtknoten handelt es sich um Knötchen, die in der Regel 0,5-1,0cm groß sind. Berührt man diese Tophi, so führt dies normalerweise nicht zu Schmerzen. In diesen Knoten befindet sich eine weiße Flüssigkeit bzw. Masse, welche in erster Linie aus Harnsäureablagerungen besteht.

Solche derben, schmerzlosen Gichtknoten findet man oftmals auch am äußeren Rand der Ohrmuscheln, hierbei spricht man bisweilen auch von Ohrtophi. Auch der Nasenrücken wird bei Gichtkranken oftmals von diesen knotenbildenden Ablagerungen von Harnsäurekristallen heimgesucht.

Gichtknoten treten vor allem in späten Stadien der Gicht auf und lassen sich normalerweise durch eine frühzeitige, korrekte Behandlung weitestgehend vermeiden. Gichtknoten lassen sich aber glücklicherweise selbst nach einer mehrere Jahre andauernden Gichtkrankheit wieder reduzieren bzw. vollständig abbauen.

Außerdem lassen sich störende Gichtknoten operieren und entfernen, was durchaus sinnvoll sein kann, um weitere Schädigungen der Gelenke und Knorpel an den affektierten Körperstellen zu vermeiden.

Gichttophi stellen eines der typischen Symptome von Gicht (Arthritis urica) dar und lassen sich per Röntgenaufnahme zweifelsfrei nachweisen. Ein Gichttophus ist ein entscheidendes Symptom bei der Diagnose dieser Gelenkkrankheit. Die folgenden Bilder zeigen Gichtknoten an typischen Körperstellen:

Gichtknoten-am-finger in Gichtknoten

Gichtknoten am Finger


Gichtknoten-gichttophus-tophi in Gichtknoten

Gichtknoten am Zeh bzw. Großzehengrundgelenk (Fußgicht, Podagra)


Ohrtophi-gichtknoten-am-ohr-gicht-tophus in Gichtknoten

Gichtknoten am Ohr (Ohrtophi)


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3 Kommentare und Erfahrungen zu “Gichtknoten”

  1. Cand.med. sagt:

    Ja das ist möglich, Rhabarber enthält Oxalsäure, was einen Gichtanfall begünstigen kann, und sollte bei hoher Harnsäure im Blut vermieden werden.

    MFG

    • Arzu sagt:

      Wenn fcberhaupt, dann weidf der Durchschnittsbfcrger, dass die EU grodf , bfcrokratisch und aufgeble4ht ist und sich nur mit uhegcntiiwn Dingen wie der Normierung der Krfcmmung einer Salatgurke befasst nur nebenbei: diese DIN-Vorschrift zur Gurkenkrfcmmung wurde wieder abgeschafft.

  2. JOE sagt:

    Ist es möglich wenn man Rabarbern isst dass mann an Zehengelenk schmerzen bekommen kann, und leicht endzündet sind

    Danke

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