Spargel bei Gicht

Lange Zeit galt Spargel bei Gicht auf Grund seines vermeintlich hohen Gehalts an Purinen als sehr bedenklich. Noch heute liest man häufig Empfehlungen, denen gemäß man Spargel als Gichtpatient in jedem Fall meiden oder nur in moderaten Mengen zu sich nehmen sollte. Neue, ernährungswissenschaftliche Studien scheinen die negative Wirkung von bestimmten Gemüsesorten, die bei Gicht traditionell als bedenklich gelten, zu entkräften. So sollen Spargel, Blumenkohl und Spinat in vernünftigen Mengen genossen nun doch nicht überdurchschnittlich gefährlich bei Gicht sein.

Viele Gichtkranke halten sich nach wie vor an die mittlerweile als veraltet geltenden Regeln, die Spargel weitestgehend von einer Gichtdiät ausschließt. Wer nicht unbedingt wieder Spargel essen möchte, kann sich ruhig auch weiter an diese Regel halten. Wer wieder Spargel essen möchte, kann diesen allmählich wieder in zunehmender Menge zu seiner alltäglichen Ernährung hinzufügen.

Sollte man einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Gichtanfällen/Gelenkschmerzen und dem Konsum von Spargel zu erkennen meinen, kann man diesen ja wieder vermeiden oder lediglich in sehr geringen Mengen zu sich nehmen.

Grundsätzlich kann man aber heute entwarnen: Spargel scheint nicht so problematisch bei Gicht zu sein, wie ehemals vermutet. Offenbar ist diese Vorstellung überholt. Nach wie vor dringend gemieden werden sollte dagegen beispielsweise Innereien, Fleischextrakt, Hefe, Sardinen und Alkohol.


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6 Kommentare und Erfahrungen zu “Spargel bei Gicht”

  1. Helmut Dentzer sagt:

    Sehr geehrte Damen und Heeren,

    ich bin mit Gicht belastet und möchte mich mit den Lebensmittel befassen die für mich geeignet sind, bedingt ratsam oder nicht geeignet sind. Leider gehen bei dieser Frage die Meinungen im Internet sehr verschiedene Wege und verunsichern mich immer mehr. Wo kann ich Informationen zu den Lebensmitteln erhalten, die bei Gicht empfehlenswert sind, oder auch in geringen Mengen nicht unbedingt gemieden werden sollten. Musste leider feststellen, dass auch Ärzte in ihren Ansichten und Empfehlungen sehr unsicher sind. Nach Ansicht meiner Ärztin gibt es für mich kein verschreibungspflichtiges Medikament gegen Gicht. Bisweilen werden im Internet gegen Gicht angepriesen die eine Diät bei Gicht nicht mehr für notwendig erachten. Zudem kosten diese Medikamente ein horrendes Geld. Inzwischen bin ich bei all diesen Fragen völlig verunsichert. Bitte geben sie mir nicht den Rat mich in dieses Angelegenheit mit einem Arzt zu unterhalten. Leider haben meine Bemühungen in dieser Weise wenig geholfen.

    Ich wäre ihnen für eine klar verständliche Antwort dankbar.ü

    Mit freundlichen Grüßen

    Dentzer

  2. bärbel sagt:

    hallo,ich habe schon 3 gichtanfälle gehabt,ich bekomme allpurinol als medikament.leider habe ich aus unwissenheit,kalbsleber gegessen.das war überhaupt nicht gut.nun habe ich mich mit genügend literatur eingedeckt,um zu erkennen,was ich alles falsch gemacht habe.nun ist das frühjahr wieder da und wir essen alle sehr gerne rhabarber.kann ich ihn essen,oder währe es sehr unfernünftig ihn zu essen?über eine antwort währe ich froh,wenn ich ihn nicht mehr essen kann,gut.dann bekommt meine familie ihn und ich esse erdbeeren,danke bärbel

  3. Wunderlin Verena sagt:

    Wie steht es bezüglich Rauchen bei Gicht????

    • Rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis) wird meines Wissens durch starkes Rauchen begünstigt. Wie genau es jedoch mit einem möglichen Zusammenhang zwischen Gicht und Rauchen aussieht, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Ich könnte mir einige Zusammenhänge vorstellen, diesbezüglich müsste ich aber genauer recherchieren. Weniger oder idealerweise nicht rauchen ist aber zweifelsohne eine gute Präventivmaßnahme, um neben einem eventuellen Vorbeugen von Gicht auf jeden Fall zahllosen anderen Krankheitsbildern vorzubeugen.

      • Trimmel Wolfgang sagt:

        Ich rauche seit über einem Jahr nichts mehr und habe jetzt seit einigen Wochen Probleme mit der Gicht.
        Also das hängt keinesfalls damit zusammen.
        Nichtrauchen ist natürlich in jeder Weise besser, doch mit der Gicht hat es keinesfalls etwas zu tun.

      • xyz-achim sagt:

        blödsinn !!!

        –rauchen und purine sind zusammenhangslos !

        jüngst ist ein naher Verwanter “ NICHTRAUCHER “ zum dritten mal an Podagra erkrankt
        hier war und ist ganz klar ALKOHOL ; fettes Essen – < ÜBERGEWICHT daraus resultiertende die Ursache ,-
        alles andere sind dumme Aussagen von windigen Spekulationen

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