Ernährung bei Gicht

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Bei einer Gicht-Diät reduziert man die Einnahme von Lebensmitteln, welche besonders reich an Purinen sind, wodurch man dem Körper dabei hilft, die körpereigene Harnsäureproduktion zu kontrollieren. Wer übergewichtig ist, sollte versuchen, abzunehmen, um ein gesünderes Körpergewicht zu erreichen. Man sollte jedoch striktes Fasten und zu schnelle Gewichtsabnahme vermeiden, da dadurch akute Gichtanfälle ausgelöst werden können. Man sollte grundsätzlich auch immer viel frisches Wasser trinken, um dem Körper dabei zu helfen, überschüssige Harnsäure über den Urin auszuscheiden. Gewöhnlich wird auch empfohlen, besonders eiweißreiche Ernährungsweisen zu meiden, da diese zu Harnsäureüberproduktion (Hyperurikämie) führen sollen.

Richtlinien einer gängigen Ernährung bei Gicht:

1. Man sollte den Konsum von tierischen Eiweißen verringern. Sehr purinreiche Lebensmittel, wie Leber, Hering, Sardellen, Sprotten und Makrelen, sollten gemieden bzw. sehr stark limitiert werden. Häufiger Konsum von rotem Fleisch (Rind, Schwein, Lamm), fettiger Fisch und Meeresfrüchte (Thunfisch, Garnelen, Hummer) werden mit einem erhöhten Gichtrisiko in Verbindung gebracht. Da tierisches Eiweiß Purine enthält, sollte man als Gichtpatient täglich nicht mehr als ca. 110 bis 180g davon konsumieren.

2. Man sollte mehr pflanzliches Eiweiß zu sich nehmen. Als Quellen dafür kann man beispielsweise Bohnen und Hülsenfrüchte verwenden. Diese Ernährungsänderung kann auch dabei helfen, den Konsum an gesättigten Fettsäuren zu verringern, welcher zu Übergewicht und damit auch indirekt zu Gicht bzw. einem erhöhten Gichtrisiko führen kann. Nüsse in normaler, vernünftiger Menge können ebenfalls dazu dienen, ausreichend pflanzliches Eiweiß aufzunehmen.

3. Man sollte den Konsum von Alkohol einstellen oder zumindest stark meiden. Alkohol stört beim richtigen Verarbeiten und Ausscheiden von Harnsäure. Vor allem das Trinken von viel Bier wird mit Gichtanfällen in Verbindung gebracht. Wenn man gerade eine Gichtattacke hat, sollte man unter keinen Umständen Alkohol trinken. Wenn man gerade keinen Gichtanfall hat, kann man in etwa bis zu 150 Milliliter Wein am Tag trinken, ohne dass dies im Normalfall zu einerm erhöhten Risiko führt. Grundsätzlich empfiehlt sich aber in jedem Fall der gänzliche Verzicht auf Alkohol bei Gicht.

4. Man sollte viel Flüssigkeit zu sich nehmen, vor allem viel frisches Wasser. Durch den erhöhten Wasserkonsum wird der Harndrang angeregt, wodurch letztlich über den Urin besser bzw. mehr Harnsäure ausgeschieden werden kann. Einige Liter Wasser am Tag sollten reichen, man sollte nicht zu wenig aber auch nicht zu viel trinken. Es empfiehlt sich, in erster Linie Wasser und weniger Softdrinks und dergleichen zu sich zu nehmen. Trinkt man Kaffee bei Gicht, so sollte besonders stark auf ausreichende Wasserzufuhr geachtet werden, zumal Koffein entwässernd wirkt. Dies kann von Vorteil sein, um exzessive Harnsäure auszuscheiden, man sollte jedoch genug trinken.

5. Man sollte fettarme oder fettfreie Milchprodukte zu sich nehmen. Einigen Studien zu Folge hilft das Trinken von fettarmer Milch und der Verzehr von fettarmen Milchprodukten dabei, das Gichtrisiko zu vermindern. Moderate Mengen sollten auch hier aus gesundheitlicher Sicht stets die beste Wahl sein.

6. Man sollte mehr komplexe Kohlenhydrate essen. Mehr Vollkornprodukte, Obst und Gemüse und weniger Weißbrot, Kuchen und Süßigkeiten. Vollkornprodukte enthalten zwar moderate Mengen an Purinen, sie sind jedoch sehr nährreich. Vernünftige Mengen sind auch hier das A und O.

7. Man sollte den Konsum von Zucker begrenzen, in erster Linie den Konsum von Einfachzucker. Zu viele Süßigkeiten können auch dafür sorgen, dass man weniger Zeit und Lust auf andere Lebensmittel und Nährstoffe, wie auf pflanzliche Eiweiße und fettarme Milchprodukte hat. Man sollte sich daher darauf konzentrieren, vorrangig die Lebensmittel zu konsumieren, die das Gichtrisiko verringern bzw. nicht negativ beeinflussen. Zuckerreiche Nahrungsmittel sind auch meistens sehr kalorienreich, wodurch man schnell mehr zu sich nimmt als man tatsächlich verbrauchen kann. Es gibt zwar eine laufende Diskussion darüber, ob Zucker einen direkten Einfluss auf den Harnsäurespiegel nimmt, sicher ist jedoch, dass exzessiver Verzehr von Süßem zu Gewichtszunahme und Übergewicht führt, was die Gelenke tagein tagaus unnötig belastet.

8. Es gibt einige Hinweise darauf, dass vier bis sechs Tassen Kaffee pro Tag bei Männern das Risiko, an Gicht zu erkranken, verringern. Dies ist jedoch nur ein zusätzlicher Hinweis, wichtig sind vor allem die zuvor genannten Punkte.

Resultate

Das Befolgen einer auf das Krankheitsbild der Gicht hin optimierten Diät kann dabei helfen, die Harnsäureproduktion zu verringern und die Ausscheidung überschüssiger Harnsäure zu fördern. Es ist nicht wahrscheinlich, dass der Harnsäurespiegel so stark gesenkt wird, dass keine Medikamente gegen Gicht mehr nötig sind. Die Anzahl an Gichtanfällen kann jedoch verringert und deren Intensität geschmälert werden. Indem man eine geeignete Gichtdiät befolgt und den täglichen Kalorienkonsum reduziert, vor allem, wenn man auch noch moderate körperliche Aktivität fördert (Spaziergänge, Schwimmen), kann man die Gesamtgesundheit verbessern, indem man ein geringeres Körpergewicht erreicht. Risiken gibt es beim Befolgen einer derartigen, vernünftig konzipierten Ernährung im Normalfall keine.


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22 Kommentare und Erfahrungen zu “Ernährung bei Gicht”

  1. WEGA sagt:

    Kann man an Gicht eigentlich sterben? Dann erspare ich mir das Aufhängen. Ich sitze berufsbedingt den ganzen Tag am PC. Ich mag Bier und Lamm und Butter und Bohnen. Ganz gerne auch mal lecker Gemüse, Pilze oder Spinat oder Spargel – alles das Falsche. Fettarme Milchprodukte bringen mich zum Würgen, Kaffee und alle Arten von Tee oder Fruchtsäften ebenso wie frisches Obst oder Vollkornprodukte meinen Reizdarm dazu, sich 20 – 30 Mal täglich zu ergießen. Was ich noch essen dürfte, schmeckt nicht (altbackene Graubrot! Nudeln ohne alles!) mal abgesehen von Wasser, und wenn ich meinen Alkoholismus und meine Depris mit Medikamenten bekämpfe, sind sie kontraproduktiv bzgl. meiner Gelenke. Warum bezahlt mich keiner für Sport und Spaziergänge? Wieso habe ich einen Stall voll Kinder und einen schwerbehinderten Mann und halte nur eben gerade irgendwie so durch – ich kann nun mal nicht einfach wochenlang zur Kur, die Zeit, Anträge zu stellen,habe ich auch nicht, auch kann ich mir zusätzlich zu 350 € Krankenversicherung jeden Monat nicht auch noch eine Rente leisten – also zahlt auch keiner diese. Mein Geschäft wäre hinüber, die Gläubiger stünden vor der Tür, Besitz würde gepfändet, wovon die Kinder leben, scheißegal in diesem Land. Mein Leben voll mit Arbeit und ungesunder Lebensweise ist schon unangenehm genug, aber wenn ich mir vorstelle, in einer staatlich finanzierten 1-Zi-Plattenbude bei Wasser und altbackenen Brot und sauren Äpfeln (wegen der Vitamine) zu sitzen und im Hals würgt es und der Darm bedankt sich auf seine Weise – hoffentlich hat diese Hütte wenigstens einen Balkon und liegt im 10. Stock und ich wünsche denn mal meinen Kindern, dass sie es einmal besser haben!

    • trude sagt:

      Man was für ein Müll hast Du von Dir gegeben, können andere was für Deine Krankheit? Wer für sich entscheidet, nicht danach leben zu wollen, solls lassen. Sorry packt mich die Wut!!!

  2. Charly sagt:

    Ich nehme Lithium
    Gegen schwere Depressionen. Bekannt ist, dass dies auch Nebenwirkungen für die Nieren
    Bringen kann. Nun noch Gicht. Sind meine Nieren nun noch gefährdeter? Was kann ich tun?
    Danke für die Antworten!

  3. Marinko Radovic sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ein einfaches und kostenloses Mittel hilft außerordentlich schnell und wirksam: Brennesseln,die es bald in Hülle und Fülle geben wird. Diese sollte man an die erkrankten Stellen in größerer Menge legen und mit elastischem Verband befestigen, wodurch nicht nur die Botenstoffe der Entzündung(Zytokine)bekämpft, sondern auch die von arthritischen Erscheinungen befallenen Knörpelpartien gestärkt werden können. Ebenso ratsam ist es, Brennesseln als Gemüse zu verzehren oder rennesselnsaft oder Tee zu trinken.

  4. Bulliente sagt:

    sehr geehrte Damen und Herren,
    ich bin erst seit kurzem Gichtpatient und da ich die Schmerzen
    nicht ständig haben möchte beschäftige ich mich mit diesem Thema
    alle Tabellen die ich mir ausgedruckt habe haben Hülsenfrüchte
    mit mittleren Puringehalt deklariert das heißt bis 60mg pro 100g
    Sojabohnen oder Sojaschrot liegt der Puringehalt bei 80mg pro 100g
    da ist man schon etwas verunsichert mit was darf ich essen.
    Ich halte mich daran,das der Puringehalt meines Tagesbedarf nicht die 110mg überschreitet das sind ca 260mg Harnsäure.

    • Susanne sagt:

      Hallo, ich würde darauf verzichten. Ich habe nämlich durch Sojaprodukte einen massiven Gichtanfall bekommen. Dadurch habe ich aber jetzt festgestellt, dass ich Gicht habe. Meine Blutwerte sind normal. Da ich aber den ganzen Tag nur Sojaprodukte und Gemüse (auch die Falschen) gegessen habe, war mir alles klar. Ich kann nur sagen, diese Seite mit Ihren Empfehlungen ist irreführend weiter müchte ich mich nicht dazu äußern.

    • ante sagt:

      hey ..wäre schön wenn du mir mal sagen könntest wie du das genau machst , mit der genauen regulierung des der purinmenge … hast du dir ein tabelle gemacht und wo bekommt man den die genauen werte her von einzelprodukten . die tabellen sind da ja oft sehr allgemein … vielen dank g ante

    • Jodie sagt:

      sagt:Sehr gut reflektiert. Genauso sehe ich das auch. Ich habe mein Tageszeitungabo gekfcndigt, weil ich z.B. im Kulturteil ezuehmnnd zugekaufte Artikel aus Hamburg, oder Berlin las und immer weniger fcber die eigene Stadt.Ein Demandmedium mit Inhalten aus der Region fcber die mich interessierenden Sparten we4re ffcr mich ein Grund, wieder regelme4dfig bestimmten Beitrag zu investieren. Am liebsten natfcrlich in E-Form, denn alle zwei Wochen tonnenweise tote Be4ume an die Stradfe zu stellen ist heutzutage auch fcberflfcssig.

  5. Bertl sagt:

    Als Quellen dafür kann man beispielsweise Bohnen und Hülsenfrüchte verwenden.Also das ist PURER Schwachsinn, jeder der Gicht hat weis das man keine Hülsenfrüchte essen soll.
    lg.Bertl

    • Jasmin sagt:

      Hallo Bertl,

      ich bin auch Deiner Meinung, dass Hülsenfrüchte eher schädlich bei Gicht sind. Diese Lehrmeinung esistiert tatsächlich schon seit Jahrzehnten. Auch von sämtlichen tierischen Milchprodukten ist eher abzuraten.

      Eine sehr gute pflanzliche Eiweissquelle ist die Sojabohne.

      Ausreichend Obst, Gemüse und Salate essen, bewirkt, dass ein Eiweiss-Pool im Körper gebildet wird, von dem sich der Körper das nimmt, was er benötigt.

      Als Getränke eher Kräutertees, Wasser, oder frisch gepresste Säfte, keine Fruchtsaftkonzentrate.

      Viele Grüße,
      Jasmin

    • Jasmin sagt:

      PS: Durch die Aminosäuren in Obst und Gemüse:

      Ausreichend Obst, Gemüse und Salate essen, bewirkt, dass ein Eiweiss-Pool im Körper gebildet wird, von dem sich der Körper das nimmt, was er benötigt.

  6. patient sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich treibe viel Sport, hatte aber schonmal einen Gichtanfall (ca. 1/2Jahr her). Sind Eiweiß-Shakes (aus Eiweiß-Pulver) schädlich?

    Mfg

  7. Gisela sagt:

    Sehr geehrte Damen u. Herren
    Seit einiger Zeit fällt mir des öfteren etwas aus der Hand, und meine Kraft in den Händen hat nachgelassen. Meine Finger sind angeschwollen und schmerzen auch. Ich esse nicht viel Fleisch, trinke ganz selten Alkohol.Esse viel Obst u. Gemüse.Meine Mutter hatte in meinem Alter, ich bin 65 Jahre,auch Gicht. Kann das vererblich sein ? Bei meiner Größe 1,71 m u. 69 kg. möchte ich keine Diät noch machen, ich möchte nicht noch abholen. Was kann ich selbst, ohne Medikamente tun.Was halten Sie von der Homöophathie ?

  8. Reinhard sagt:

    sehr geehrte damen u. herren

    ich trinke nicht 1-2 bier im monat
    ab und zu ein glas wein
    harten alkohol überhaupt nicht
    kein rotes fleisch
    viel gemüse und obst
    treibe viel sport radfahren zwischen 60 – 100 pro tag
    salat . dunkles brot
    trinke wasser tee kaffe kaukau
    und trotzdem bekam ich einen gichtanfall
    beide hände schmerzen sehr und die fingerenden glühen
    und sind angeschwollen. kann jetzt nicht radfahren.
    was raten sie mir.
    vieleicht sollte ich die frühstückseier weglassen ?
    oder liegt es am alter 64 ?
    freue mich auf eine nachricht.
    mit freundlichen grüßen
    Reinhard

    • Philipp Dohn sagt:

      Glucosamine und CM Plex Kapseln helfen bei Gelenkserkrankungen. Ich sende Ihnen gerne ein Produktdatenblatt mit den Inhaltsstoffen und Anwendungshinweisen zu (alles natürliche Substanzen ohne Nebenwirkungen). Sie haben eine Geld zurück Garantie von 60 Tagen. Wenn es Ihnen nicht helfen sollte, erhalten Sie Ihr Geld zurück. Viele Grüße und alles Gute

      Philipp Dohn

    • Andreas sagt:

      Präventives Mittel um die Harnsäure abzuleiten: jeden Tag 4-5 Stk. nur schwarze Pfefferkörner kanz schlucken mit einem Glas Hanenwasser.
      Schmerzlindernde Mittel: Pulfer aus der Wurzel der Tefelkrallepflanze.
      Flüssigkeitskonsum erhöhen mit Hanenwasser (ungesätigtes Wasser), kein
      Cola und kein Energietrink trinken.

    • Andreas sagt:

      Präventives Mittel um die Harnsäure abzuleiten: jeden Tag 4-5 Stk. nur schwarze Pfefferkörner kanz schlucken mit einem Glas Hanenwasser.
      Schmerzlindernde Mittel: Pulfer aus der Wurzel der Teufelskrallepflanze.
      Flüssigkeitskonsum erhöhen mit Hanenwasser (ungesätigtes Wasser), kein
      Cola und kein Energietrink trinken.

      • Puspo sagt:

        Hi Michael,die Weihnachtsfeier wird diesesmal auf 2 Abende ritveelt. Am Freitag den 17.12 ist das Spassturnier und am 18.12 ist noch ein Heimspiel und danach gibt es dann essen in der Halle und danach geht es zu UDO in den Keller.Erstmal muss ich sagen, das die neue Seite sehr gut geworden ist aber es e4rgert einen schon das die Mannschaften es nicht schaffen ein Foto zu machen damit die Seite noch Perfekter wird!!! Ich hoffe die Mannschaftsffchrer kfcmmern sich bis spe4testens zur Rfcckrunde um ein Foto.Grfcdfe Alex

  9. ina lang sagt:

    Sehr geehrte damen und herren,

    Ich hätte eine frage an sie.

    Mein vater hat schwer gicht und isst aber sehr gerne sauerkraut bzw. ißt gerne sauermilchprodukte.

    Ich wollte fragen ob die darin enthaltenen milchsäure schädlich bei gicht ist.

    Und ob er sauerkraut lieber seltener essen sollte.

    Über eine schnelle antwort würde ich mich sehr freuen!

    Vielen dank für ihre antwort,

    mit freundlichen grüßen,

    ina lang

  10. Gerber Patrik sagt:

    Sehr geehrte Herren
    ICh habe das Mittel gegen Gicht bei ihnen bestellt. Leider weiss ich nicht ob diese Bestellung ausgelöst wurde – resp. ich habe auch keine Kontoangaben wo ich dies bezahlen kann.

    Danke für die Antwort

    PAtrik Gerber

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