Bier bei Gicht

bier bei gicht

Bei Bier ging man in der Vergangenheit stets davon aus, dass es auf Grund eines mutmaßlich hohen Anteils an Purinen bei Gicht als äußerst bedenklich einzustufen ist und unter allen Umständen gemiedenwerden sollte. Neuesten, ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen gemäß scheint der Puringehalt gar nicht besonders hoch zu sein. Der Hund liegt anderswo begraben: Grund für das erhöhte Gichtrisiko ist wohl vielmehr der im Bier enthaltene Alkohol, welcher das Ausscheiden von exzessiver Harnsäure über die Harnwege erschwert.

In diversen internationalen Studien wurde aufgezeigt, dass bereits das Trinken von 2 bis 4 Gläsern Bier pro Woche das Risiko, einen Gichtanfall zu erleiden, um 25% erhöht. Ein durchschnittlicher, männlicher Biertrinker im mittleren Alter, der täglich zwei Bier oder mehr trinkt, erhöht sein Gichtrisiko dadurch bereits um sage und schreibe 200%. Trinkt man statt Bier in gleichem Maße diverse Spirituosen, so erhöht sich das Gichtrisiko ebenfalls schon um satte 60%. Als Gichtkranker sollte man Bierkonsum also tunlichst meiden, vor allem regelmäßigen und exzessiven. Bei Weintrinkern ist das Risiko zwar geringer, es ist jedoch ebenfalls erhöht, so die Studienergebnisse.

In einer weiteren, in den USA durchgeführten Studie, wurden über 12 Jahre hinweg fast 50.000 Männer beobachtet. Es stellte sich heraus, dass Männer, die zwei oder mehr alkoholhaltige Bier am Tag tranken, zweieinhalb mal wahrscheinlicher an Gicht erkranken als die Nichttrinker. Männer, die Wein oder Spirituosen tranken, hatten ein geringeres Risiko als die Biertrinker, das Gichtrisiko war dennoch erhöht.

Nach aktuellem Wissensstand scheint also nicht wie oft angenommen ein vermeintlich extrem hoher Puringehalt so gefährlich zu sein, sondern der Alkohol. Alkoholfreies Bier gilt nach neuesten Forschungsergebnissen nicht als überdurchschnittlich problematisch. Alkoholhaltige Getränke dagegen solle man als Gichtpatient in jedem Fall besser meiden oder idealerweise gänzlich auf diese verzichten. Der eigenen Gesundheit zu Liebe!

Zur Vorbeugung der Entstehung von Gicht empfiehlt es sich gleichermaßen, den Alkoholkonsum stark einzuschränken und diesen zumindest in einem akzeptablen, geringen Maß zu halten. Im Idealfall verzichtet man auch zu Präventionszwecken vollständig auf Alkohol.


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4 Kommentare und Erfahrungen zu “Bier bei Gicht”

  1. ibi sagt:

    na ja ich habe da im Moment eine andere Meinung zu,mein Vater hatte bis jetzt auch nur kleine Gicht anfälle und auch nicht häufig.Aber nun liegt er fast zwei Wochen wegen eines Gichtanfalls im Krankenhaus und wir sind dabei uns zu informieren in wie weit wir die Ernährung umstellen werden und da nun mal Alkohohl insbesondere Bier einen sehr hohen Purinwert hat,werden wir als Familie darauf achten das er das Bier so schnell nicht mehr trinkt.
    Es mag ja lecker sein aber lohnt es sich?Ich verzichte lieber auf mein Bier und liege dafür nicht zwei Wochen im Krankenhaus und kann in der zeit nicht mehr laufen vor Schmerzen.
    Das ist meine Meinung !!!

  2. emilio sagt:

    Ich habe Zeit meines Lebens (bin 58) nun die dritte Gichtattacke. Ich esse nach meiner Meinung ausgeglichen und trinke gelegentlich 2 bis 3 Gläser Wein
    Soll ich nun auf mein letztes Vergnügen auch noch verzichten, oder gibt es eine Möglichkeit einer kompletten und guten Behandlung

  3. Mannel sagt:

    Hallo,
    ich leide seit Tagen an einer Gichtattacke (großer Zeh rechts). Ich bin einigermaßen konstaniert, da ich seit Monaten keinen Alkohol getrunken habe, nicht übergewichtig bin und auch weitestgehend auf die richtige Ernährung achte.
    Was mache ich falsch oder falle ich unter die Rubrik “genetisch bedingt”?

    HD Mannel

    • doti sagt:

      Ich sag nur: MEDROL A 16mg, und schwupps, ein paar Stunden nach der Einnahme ist der Spuk vorbei.3 Taage lang einmal und das Bier schmeckt wieder! Lass mir doch nicht von dem grossen Zeh meinen Speiseplan erstellen. Grillen, AC/DC und kein Bier? Genau!
      Gute Besserung!

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