Alkohol bei Gicht

Diversen wissenschaftlichen Studien zu Folge besteht ein direkter Zusammenhang zwischen übermäßigem Alkoholkonsum bzw. Alkoholmissbrauch und dem Entstehen von Gicht. Vor allem Bier ist dafür bekannt, das Risiko, an Gicht zu erkranken, drastisch zu erhöhen. Alkoholkonsum hat nicht nur einen Einfluss auf die Produktion von Harnsäure, sondern auch auf das Ausscheiden der Harnsäure aus dem Körper. Alkohol, vor allem Bier, enthält Purine, die sich schließlich im Körper ansammeln und zu einer erhöhten Harnsäurebildung führen. Darüber hinaus erzeugt Alkohol ein Hungerbedürfnis nach Snacks wie Keksen, gerösteten Erdnüssen und Chips. Man wird hungrig und stopft nebenbei Unmengen an kleiner, kalorienreicher Snacks in sich hinein. Als Hauptproblem bei alkoholhaltigen Getränken gilt jedoch ein bestimmter Wirkungsmechanismus des Alkohols, der die ausreichende Ausscheidung von übermäßiger Harnsäure über die Harnwege verhindert bzw. deutlich erschwert.

Gicht tritt bei Männern wesentlich häufiger auf als bei Frauen. Bei Männern kommt es oft schon im Zeitraum nach der Pubertät zu Gicht, bei Frauen gewöhnlich, wenn überhaupt, erst nach der Menopause. Gicht ist eine schmerzhafte und beeinträchtigende Erkrankung, und Alkohol gilt als einer der stärksten Auslöser.

Zudem wird Gicht mit anderen gesundheitlichen Beschwerden wie Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes in Zusammenhang gebracht. All das sind Krankheiten, die auch mit Alkoholmissbrauch assoziiert werden.

Exzessives Trinken von Alkohol verhindert das korrekte Ausscheiden von Harnsäure und kann so zu Gichtanfällen führen. Werden zusätzlich noch andere, bei Gicht problematisch Lebensmittel konsumiert, erhöht sich das Risiko noch deutlicher.

Wer an Gicht erkrankt ist, sollte Alkoholkonsum unter allen Umständen vermeiden. Nicht nur auf Grund der Purine, sondern vor allem auf Grund der Alkohol-Wirkung, welche optimales Harnsäure-Ausscheiden unnötig schwerer macht.


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5 Kommentare und Erfahrungen zu “Alkohol bei Gicht”

  1. dung sagt:

    Kannt mann roten trinken

  2. SirBidi sagt:

    Ich hoffe, es geht Ihrer Freundin inzwischen besser !!!
    okay ? ciao

  3. Elmhurst sagt:

    Soeben rief mich eine Freundin (70) an und sagte mir, dass ihre rechte
    Hand heiss und geschwollen sei. Und zwar oben bei dem Zeige- u. Mittel-
    finger, und dass es sehr schmerzhaft sei. Sie ist aber stark untergewichtig und hat keinen Diabetes. Allerdings trinkt sie täglich
    sehr viel Wein und raucht stark. Könnte das ein Gichtanfall sein?
    Natürlich ist es Freitag und kein Arzt zu erreichen. Zu welchem Arzt
    sollte sie gehen? Ich habe ihr geraten, zur Notfallabtlg. der
    Uniklinik hier in Lübeck zu gehen, aber sie steckt wie üblich den
    Kopf in den Sana. An den Zehen hat sie keine Beschwerden.

    • SirBidi sagt:

      Könnte durchaus ein Gichtanfall sein. da Ihre Freundin ja auch stark raucht, könnten auch ihre Gefäße in Mitleidenschaft gezogen sein. Der Weinkonsum bewirkt auch eine Erhöhung der Säureproduktion im gesamten Körper. Sorry für die späte Antwort, bin deshalb auf der Seite, da ich nach fast 3 Jahren einen Gichtanfall habe.

      mfG
      SirBidi

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